☀️ Mit Kunst den Wildbienen helfen: Im Rahmen des Projekts BienenBrückenBauen wurden drei künstlerisch gestaltete Nisthilfen für Wildbienen entwickelt, die nun im öffentlichen Raum in Dresden aufgestellt werden. Im Wettbewerb, der im Mai 2025 startete, wurden Entwürfe von Nisthilfen prämiert, die ästhetischen Anspruch mit ökologischer Funktion verbinden und zugleich den spezifischen Bedürfnissen verschiedener Wildbienenarten gerecht werden.
🐝 Allerdings nutzen nur etwa 50 der rund 600 in Deutschland lebenden Wildbienen künstliche Nisthilfen und insgesamt nisten auch nur rund 25 bis 30 Prozent aller Wildbienen in Deutschland überhaupt oberirdisch. Wildbienenschutz darf sich also keinesfalls auf Strukturen wie Nisthilfen beschränken. Für den Aufstellort entscheidend ist zudem, dass ein vielfältiges, umfangreiches und das ganze Jahr über verfügbares Blütenangebot in der Umgebung der Nisthilfe vorhanden ist, was bei allen drei gewählten Standorten der Fall ist.
🪵 Nach dem »Wandler im Sonnenlicht« von Ulrich Stolz steht nun auch das zweite von drei Objekten, das Kunstwerk »Wegweiser Wohnsäule für Wildbienen« von Natascha Konschina, das ab sofort das Gelände des Äußeren Matthäusfriedhofs verschönert: Ein Projekt, das urbane Infrastruktur neu denkt: Inspiriert von den Säulenformen der Renaissance und den organischen Formen des Jugendstils, verwandelt Natascha Konschina gewöhnliche Straßenschilder in kunstvolle Wegweiser für Wildbienen. Die Skulptur verbindet Hartholz-Nisthilfen mit floralem Design und einer bepflanzten Gabione am Fuß – ein buchstäblicher »Wegweiser« für mehr Biodiversität im Stadtraum. Bereits jetzt wird das Kunstwerk nicht nur von Wildbienen gut angenommen.
👩🎨 Natascha Konschina studierte Kommunikationsdesign an der Folkwang Universität der Künste in Essen und absolvierte ein kunsttherapeutisches Aufbaustudium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. In ihren künstlerischen Arbeiten verbindet sie ästhetische Forschung mit einer tiefen Wertschätzung für die Mannigfaltigkeit der Flora und Fauna. In poetischen Videoarbeiten widmet sie sich der sinnlichen, zärtlichen Beobachtung lebender Natur im urbanen und alltäglichen Kontext.
Ein zentrales Anliegen ihrer Arbeit ist es, die Beziehung zwischen Mensch, Natur und gestalteter Umwelt synergetisch zu vernetzen – durch Kunst, die auf die Natur aufmerksam macht, die Sinne berührt und zu achtsamem Mitgestalten inspiriert. Als Kunsttherapeutin begleitet sie Projekte mit geflüchteten Frauen und Kindern, bei denen Naturerfahrung als stärkende, verbindende Ressource eingesetzt wird.
Als Initiatorin des angehenden Startups biotopolis entwickelt sie künstlerisch gestaltete Lösungen für urbane Begrünung, insbesondere Fassadenbegrünung, um mit den Potenzialen von Pflanzen, Design und Kunst zur ökologischen Vielfalt und zukunftsorientierten Stadtgestaltung beizutragen. Sie lebt und arbeitet in Dresden.
📷 Natascha Konschina & Philipp Demankowski
