MUNDANI - für Weltbürger von morgen!

Spannende Projekttage im Mai und Juni

Themenfeld: "Flucht und Vertreibung"                                      2. und 3. Mai 2017

mit Oliver Reinhard

Wenn Menschen flüchten oder vertrieben werden, verlassen sie Heimat. Was ist das eigentlich? Im Vorfeld der Projekttage sollten die Schüler sich Gedanken darüber machen und etwas mitbringen, was sie mit Heimat, ihrer Heimat verbinden. Angeregt durch die web-Animation „1000xheimat“ und den mitgebrachten Dingen entstand ein sehr lebendiger und anschaulicher Austausch. Von Lieblingssocke über Familienbrettspiel bis zu Fotos und Erinnerungsstücken war alles zu finden. Grundtenor: Familie ist Heimat!

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Angeregte Diskussion zum Thema Heimat im Torhaus auf dem stillgelegten Matthäusfriedhof

Vielleicht aus dieser Erkenntnis heraus war für die Schüler das Treffen mit Ramin etwas Besonderes. Ramin ist ein minderjähriger Flüchtling aus dem Irak, der z.Z. in einer Dresdner Pflegefamilie lebt, wenig älter als die Schüler ist und bereit war, Rede zu stehen und Antworten auf die Schülerfragen zu geben. Es war eine direkte Begegnung, die die Schüler nach eigenen Aussagen bisher im Alltag gar nicht oder nur selten erlebten.

Sie können Ihre Klasse ab sofort anmelden!

Themenfeld: "Spurensuche: Krieg und Frieden"                      4. und 5. Mai/ 9. und 10. Mai 2017

mit Anselm Vogler

Was ist eigentlich Krieg, welche Bedürfnisse des Menschen sind im Kriegsfall nicht mehr erfüllt? Ist Frieden gleich Frieden? Diese Fragen gingen an die Schüler. Sehr konzentriert erarbeiteten sie sich die Fakten dazu, um später „Entscheidungen“ fällen zu können.

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Konzentriertes Arbeiten der deutschen und tschechischen Schüler*innen an der Audiostation.

Sehr interessant und kontrovers war dann die Diskussion zu konkreten Beispielen (Bosnien, Ruanda, Afghanistan…), wo die Schüler entscheiden sollten, ob eine Intervention von außen sinnvoll ist und welche Folgen ihre Entscheidung haben kann. Aus den Gesprächen und Reaktionen der Schüler war gut zu erkennen, wie aus dem anfänglichen eindeutigen Ja oder Nein ein „Jein“ wurde und die Erkenntnis wuchs: Friedensarbeit ist kompliziert!

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Am Ende des Projekttages, sollten die deutschen und tschechischen Schüler*innen selbst über Interventionen in Konfliktgebieten entscheiden.

Themenfeld: "Fremdenfeindlichkeit/Xenophobie"                11. und 12. Mai 2017

mit Marina Schott

Wie spielt man denn Mau-Mau? Was passiert, wenn man die andere Sprache nicht versteht oder nicht gesprochen werden darf und einige die Spielregeln nicht kennen? Unruhe, Skepsis, Hilflosigkeit… So kann sich fremd sein anfühlen. In angeregter Diskussion haben sich die Schüler nach dem Spiel darüber ausgetauscht.

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Einführung in den Projekttag mit Marina Schott

Recht heiter ging es zu, als es um die Vorurteile gegenüber Deutschen bzw. Tschechen ging. Von den Schülern zusammengetragen, bestätigten sie, die meisten nur vom Hörensagen zu kennen und kaum eigene Erfahrungen zu haben. Am Ende des Tages wurde dann festgestellt, dass nur wenige Vorurteile zu treffen bzw. auf beiden Seiten gelten und doch 

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Ein Domino-Spiel mit Bildern und Worten in drei Sprachen - nicht ganz einfach zu lösen.

Themenfeld: "Fairer Handel"                                                                    30. und 31. Mai 2017  

mit Benedikt Krüger und Annemarie Müller,

Ein anfängliches „Wuhling“ zog sich durch den Tag: Selber oder untereinander wurde geschaut, woher die Kleidung, die gerade getragen wird, kommt. Aus welchem Land und von welchem Kontinent hat sie den Weg nach Deutschland gefunden? Erstaunlich, wie international schon so eine Gruppe von 30 Personen ist.

Sehr einfallsreich schlüpften die Schüler in die Rollen der globalisierten Produktion. So konnten sie am Beispiel einer Jeansjacke den Weg von der Baumwollplantage bis zur fertigen Jacke ganz anschaulich nachvollziehen.

Für die Schüler sehr heiter war das Konsum-Barometer, wo sich jeder selbst nach seinen Vorlieben und Gewohnheiten in Bezug auf Kleidung einordnen konnte.

Themenfeld: "Kinderrechte"                                                                      12. Und 13. Juni 2017

mit Sieglinde Eichert

Erstaunlich, welche Bandbreite an möglicher weltweiter Kinderarbeit sowohl den tschechischen als auch den deutschen Schülern bekannt ist. Von der Historie ausgehend sammelten sie viele Bereiche, in denen Kinder arbeiten. Darüber reden ist gut, anschaulich selber ausprobieren kam noch besser an. In kleinen Gruppen wurden die Schüler „begutachtet“, welchen Preis sie auf dem Arbeitsmarkt erbringen. Tüten kleben, Samen aussortieren oder Steine klopfen, die flinksten und geschicktesten Hände waren gefragt!

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Welche Gruppe konnte am schnellsten den Samen sortieren? Spielerisch wurde hier gezeigt, was Kinderarbeit bedeutet.

Da kam natürlich die Frage auf, was kann ich tun, wie den Kindern helfen? Die Ideen der Schüler reichten von Kuchenbasar und Sponsorenlauf mit verbundener Spende an Unicef oder andere Hilfsorganisationen bis hin zu persönlichen Patenschaften. Ideen, die die Schüler in ihren Schulalltag mitnahmen. 

Mundani - ein deutsch-tschechisches Projekt zu Frieden, Gerechtigkeit und Umwelt

Mit dem Projekt Mundani möchten wir Lust auf die großen Themen der Menschheit machen und nachfragen, welche Konflikte uns heute bewegen. Lebendiger Frieden kann nicht mit Gewalt erzwungen werden. Aber wie gestalten wir Friedensarbeit? Unsere Wohlstandsgesellschaft trägt auch zum Unwohl anderer "Weltbürger" und nachfolgender Generationen bei: Kann es Gerechtigkeit geben und was müssen wir dafür tun? Wir sind der Natur um uns entfremdet, (ge)brauchen und zerstören sie. Können wir noch im Einklang mit der Natur leben?

In Kooperation mit dem Gymnasium Teplice entwickelt der Verein Umweltzentrum Dresden e.V. seit dem 1. April 2016 Projekttage für Schüler ab der 8. Klasse zu eben diesen Fragen. Seit März 2017 können deutsche und tschechische SchülerInnen zu einem der insgesamt zehn Themenfelder gemeinsam arbeiten. Das Projekt findet an jeweils zwei aufeinanderfolgenden Tagen parallel in Dresden und Teplice (mit geteilten Schulklassen) statt. Die Projektorte – eine ehemalige Klosterkapelle und das Torhaus eines entwidmeten Friedhofs – sind ungewöhnlich und spannend zugleich. Sie sind bewusst gewählt und ihre bewegte Geschichte erzählt authentisch von Krieg, Vertreibung und der Chance auf einen Neubeginn…

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Tschechische und deutsche SchülerInnen lösen gemeinsam Aufgaben. Oft gelingt die Verständigung auf Englisch, zusätzlich helfen Dolmetscher.

Die Projekttage sind fächerübergreifend für die Sekundarstufe I und II angelegt. Insgesamt kann aus zehn Themenfeldern zu den Themenbereichen Frieden, Gerechtigkeit und Umwelt gewählt werden:

Frieden

Flucht und Vertreibung
Was ist Heimat? Warum verlassen Menschen ihre Heimat? Wie gehen Deutschland und Tschechien mit der derzeitigen Flüchtlingsproblematik um? Wie kann Integration gelingen? Welche Rolle spielten Flucht und Vertreibung in Teplice nach dem Zweiten Weltkrieg?

Lektoren:
Oliver Reinhard – Redakteur im Feuilleton der Sächsichen Zeitung (DE)
Martin Rak – Lehrer für Geschichte und Geografie am Gymnasium Teplice (CZ)

Sprachanimateurin: Katka Senf
Dolmetscher: Ladislav Lindner-Kylar

Bürgerkriege
Was sind und wie entstehen Bürgerkriege? In welchen Ländern der Welt gab und gibt es z.Z. Bürgerkriege? Welche Rolle spielen Geschichte, Kultur und Religion in Bürgerkriegen? Wie lebten Deutsche und Tschechen im 19. und 20. Jahrhundert zusammen?

Lektoren:
Martin Rak – Lehrer für Geschichte und Geografie am Gymnasium Teplice (CZ)

Sprachanimateurin: Katka Senf
Dolmetscher: Ladislav Lindner-Kylar

Spurensuche: Krieg und Frieden
Was ist Krieg und was ist Frieden? Wie beeinflussen die globalen Konflikte unseren Alltag? Welche Wege gibt es zum Frieden? Wo beginnt Friedensarbeit? Was erzählen uns Denkmäler? Wer setzt sich weltweit für Frieden ein?

Lektoren:
Iva Bejčková – Lehrerin für Tschechisch und Geschichte am Gymnasium Teplice (CZ)
Anselm Vogler – Freier Mitarbeiter am Militärhistorischen Museum Dresden, Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl Internationale Politik der TU Dresden, Assistent beim Dresdner Friedenspreis (DE)

Sprachanimateurin: Katka Senf
Dolmetscher: Ladislav Lindner-Kylar


 

Gerechtigkeit

Fremdenfeindlichkeit
Was wissen wir über die Kultur der Roma in Tschechien? Was ist Fremdenfeindlichkeit? Welche Spuren muslimischer Kultur gibt es bei uns? Wie fühlt sich fremd sein an?

Lektoren:
Marina Schott – Freie Mitarbeiterin der Abteilung Publikumsentwicklung/Bildung & Vermittlung des Grassi Museum für Völkerkunde zu Leipzig, B.A. Sozialwissenschaften und Philosophie mit Schwerpunkt Kulturwissenschaften, B.A. Afrikanistik, derzeit im Studium M.A. Ethnologie (DE)
Dr. Miriam Schultze – Kommiss. Leitung Publikumsentwicklung Staatliche ethnografische Sammlungen Sachsens; Ethnologin (DE)
Jan Růžička – Lehrer für Geschichte und Gesellschaftskunde am Gymnasium Teplice (CZ)

Sprachanimateurin: Katka Senf
Dolmetscher: Ladislav Lindner-Kylar
Kinderrechte
Wo gab und wo gibt es Kinderarbeit? Warum müssen Kinder arbeiten? Gibt es Kinderarbeit auch bei uns? Wie lassen sich Krieg-Frieden-Glück künstlerisch darstellen?

Lektoren:
Radka Mrvová – Lehrerin für Russisch und Kunst am Gymnasium Teplice (CZ)
Sieglinde Eichert – Pädagogin (Lehrerin und Erzieherin), Erwachsenenbildnerin/Freie Dozentin für Bildungsangebote und freie Mitarbeiterin der Landeszentrale für Politische Bildung Sachsen, [Projektleitung Sächsische Jugendstiftung für selbstverständlich menschlich DER PREIS 2016] (DE)

Sprachanimateurin: Katka Senf
Dolmetscher: Ladislav Lindner-Kylar
Fairer Handel
Was sind gerechte Preise für Produkte? Was haben fairer Handel und Umweltschutz miteinander zu tun? Woher kommt meine Kleidung? Warum werden Reiche immer reicher und Arme immer ärmer?

Lektoren:
Benedikt Krüger – Mitarbeiter des Ökumenischen Informationszentrums in Dresden (DE)
Silke Pohl – Mitarbeiterin des Ökumenischen Informationszentrums in Dresden (DE)
Jan Růžička – Lehrer für Geschichte und Gesellschaftskunde am Gymnasium Teplice (CZ)

Sprachanimateurin: Katka Senf
Dolmetscher: Ladislav Lindner-Kylar

 

Umwelt

Biodiversität
Wie viel Natur lässt die Stadt zu? Wie viel Natur braucht die Stadt? Welche Möglichkeiten des eigenen Handelns für den Erhalt der Biodiversität gibt es?

Lektoren:
Bettina Bauer – Leiterin Umweltbildung im Umweltzentrum Dresden e.V. (DE)
Jana Bartošová – Lehrerin für Mathematik und Geografie am Gymnasium Teplice (CZ)
Zbyněk Ulrich – Lehrer für Geografie und Biologie am Gymnasium Teplice (CZ)

Sprachanimateurin: Katka Senf
Dolmetscher: Ladislav Lindner-Kylar
Wasser
Was kann Wasser? Mit welchen Traditionen, Religionen, Ritualen, Märchen und Geschichten ist das Wasser verbunden? Wie viel Wasser haben wir zur Verfügung?

Lektoren:
Bettina Bauer – Leiterin Umweltbildung im Umweltzentrum Dresden e.V. (DE)
Martina Krausová – Lehrerin für Mathematik und Physik am Gymnasium Teplice (CZ)
Monika Krausová – Lehrerin für Mathematik und Biologie am Gymnasium Teplice (CZ)

Sprachanimateurin: Katka Senf
Dolmetscher: Ladislav Lindner-Kylar
Klimawandel
Was sind die Prognosen für unsere Region? Welche Folgen haben diese Prognosen für Sachsen und Böhmen? Wie reagiert der Körper auf klimatische Veränderungen?

Lektoren:
Bettina Bauer – Leiterin Umweltbildung im Umweltzentrum Dresden e.V. (DE)
Monika Krausová – Lehrerin für Mathematik und Biologie am Gymnasium Teplice (CZ)
Pavla Bergmanová – Lehrerin für Mathematik und Biologie am Gymnasium Teplice (CZ)

Sprachanimateurin: Katka Senf
Dolmetscher: Ladislav Lindner-Kylar
Energie und Mobilität
Wie sind Menschen auf den verschiedenen Erdteilen und Ländern mobil? Wie hängen Umweltschutz und Energie zusammen? Welche Energie wird in Zukunft für uns wichtig und ökologisch vertretbar sein?

Lektoren:
Bettina Bauer – Leiterin Umweltbildung im Umweltzentrum Dresden e.V. (DE)
Martina Krausová – Lehrerin für Mathematik und Physik am Gymnasium Teplice (CZ)
Vladislav Jedlička – Lehrer für Mathematik und Physik am Gymnasium Teplice (CZ)

Sprachanimateurin: Katka Senf
Dolmetscher: Ladislav Lindner-Kylar

Im Fokus von Mundani steht zum einen die Wissensvermittlung durch Experten des Militärhistorischen Museums Dresden, der Sächsischen Ethnologischen Sammlungen, der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, der Sächsischen Zeitung, des Ökumenischen Informationszentrums sowie der Umweltbildungsfachfrau des Umweltzentrums Dresden, Bettina Bauer. Zum anderen ist es uns wichtig, dass sich Kinder und Jugendliche aus Deutschland und der Tschechischen Republik begegnen und kennenlernen.

Mit freundlicher Unterstützung durch
Ansprechpartner

Umweltzentrum Dresden e.V.
Schützengasse 16-18
01067 Dresden

Katrin Steiner – Projektorganisation

Tel.: 0351 4 94 35 01
Fax.: 0351 4 94 34 40
Mobil: 0176 22 74 37 27

E-Mail: katrin.steiner@uzdresden.de

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