Umweltbildung! Aber wie?

Im Oktober 2018 wurden zwei Module getestet:

Modul 5 – Wasser und Farbe

und

Modul 6 – Bau einer Handpuppe

Die Projekttage zu beiden Modulen fanden für Familien und Kindergruppen in der Oparno-Mühle im Böhmischen Mittelgebirge im Wopparner Tal statt.

Modul 5 – Wasser und Farbe

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Es machte sehr großen Spaß unsere Farben selber zu mischen, die unterschiedlichen Bindemittel auszuprobieren und über die Farbkraft der Erdpigmente zu staunen.

In diesem Modul ging es darum zu erkunden:

Was hat Farbe mit Wasser zu tun? Wie wurden früher Farben hergestellt? Kann man Farben auch selber machen?

Aber zuerst gab es eine Exkursion durch die Oparno-Mühle mit ihren 300 Jahre alten und heute sanierten Gebäuden, dem Mühlrad und dem Wasserspielplatz. Dabei erfuhren die Teilnehmer einiges über das Leben in der Mühle und konnten Getreide mit einem großen alten Mahlstein selbst mahlen.

Nach einer kurzen Einführung in die Welt der Farben, deren Geschichte und Bedeutung machten sich alle an die „Arbeit“.

Um eine Farbe herzustellen, braucht es drei Dinge:

Was färbt? Farbpigmente.

Für das Herstellen der Naturfarben nutzten wir als Färbemittel bzw. als Farbpigmente bunte, sehr fein gemahlene Erden.

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Eine Auswahl an Farbpigmenten. Schon auf dem Foto ist die Farbkraft der Pigmente zu erkennen.

Was löst? Wasser.

Das Wasser löst die Farbpigmente auf und macht sie streichfähig.

Was klebt? Natürliche Bindemittel.

Der Farbbrei aus Wasser und Farbpigmenten sieht zwar schon aus wie eine Farbe, aber beim Trocknen bemerkt man, dass die Farbpigmente nicht auf dem Papier kleben bleiben. Es fehlt das Bindemittel. Dessen Aufgabe ist es, die Farbpigmente an den Untergrund haften zu lassen. Dazu nutzten wir natürliche Produkte wie Mehl, Eier, Quark und Baumharze.

Modul 6 – Bau einer Handpuppe

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Aus dem Pappmaché entstanden Kater Odin, das fliegende Einhorn, Piraten und Drachen.

Die Teilnehmer sollten aus einfachen Materialien wie alten Zeitungen, Stoffresten und Farben mit etwas handwerklichem Geschick selbst Handpuppen herstellen.

Zu Beginn dachte jeder darüber nach, was er anfertigen wollte – entwickelte also eine Idee von seiner Handpuppe.

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Beim Anmalen der Pappmaché-Köpfe

Danach ging es an das Herstellen von Pappmaché. Es wurde dabei „gematscht“ und modelliert. Die Freude war groß, wenn man sich erst einmal an das Formen eines Kopfes herangetraut hatte.

Zum Schluss wurden die Köpfe der Handpuppen noch bemalt und aus den Stoffresten ein Gewandt genäht.

Die Ergebnisse haben unsere Erwartungen weit übertroffen!

 

 

Zurück zu den Quellen mit "ad fontes"!

Niemand stellt ernsthaft den Sinn einer Erziehung zum sorgsamen Umgang mit unserer Umwelt in Frage. Umweltbildung ist heute Standard und seit mindestens 27 Jahren "Kerngeschäft" des Umweltzentrums Dresden. Dennoch hat sich vieles geändert und die Frage nach einem generellen Umgang, alten und neuen Zielgruppen und zeitgemäßen methodischen Ansätzen steht im Mittelpunkt des Erfahrungsaustausches tschechischer und deutscher Umweltbildner*innen. Dazu arbeiten wir mit unseren Partnern aus Deutschland, dem Erzgebirgsverein aus Annaberg-Buchholz und DOMINO Soziale Projekte aus Zittau zusammen sowie der "Oparno-Mühle", die Mitglied im Verband Asociace TOM ČR ist.

Entwickelt werden von uns Angebote zu den Themen Wasser und Verwandlungen für Schüler*innen und Familien aus Deutschland und Tschechien.

Beim Thema Wasser geht es z. B. um das Kennenlernen der Fauna und Flora am und im Bach, die Bestimmung von biotischen und abiotischen Faktoren und der Gewässergüte. Weiterhin werden Experimente entwickelt, die den physikalischen und chemischen Eigenschaften von Wasser nachspüren und es wird Wasser als Politikum zum Thema gemacht. In einem weiteren Teil steht die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Wasser im Mittelpunkt. Dabei finden die gewonnen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse bei der Farbherstellung Anwendung und es können handwerkliche Fähigkeiten bei der bildnerischen Umsetzung erworben werden. 

Internationale Kultur, Mythen und Riten rund um die Maskenherstellung sind Inhalt beim Thema Verwandlungen.  Neben Geschichten zum Ursprung und den Anlässen für die Maskenherstellung werden selber Masken aus verschiedenen Materialien und mit unterschiedlichen Techniken hergestellt.

Sagen und Geschichten rund um die Mühle sind Ausgangspunkt für die Herstellung von Handpuppen, gedacht vor allem für Familien mit kleineren Kindern. Vom Kopf bis zur Kleidung werden die Figuren selber hergestellt und im Spiel erprobt.

Ort der Erprobung dieser zukünftigen Angebote ist die Oparno-Mühle im Böhmischen Mittelgebirge, im Wopparner Tal unweit der Gemeinden Velemín und Chotiměř bei Lovosice in einem für Ausflüge (Burgruine Oparno) und längere Wanderungen (Berg Lovos oder die Kaiserliche Treppe) geeigneten Gebiet. Sie wurde bereits umfangreich saniert und erweitert mit "ad fontes" künftig ihr Angebot mit kulturellen und vor allem umweltorientierten Veranstaltungen und für vielfältige Zielgruppen.

Ad fontes ist ein deutsch-tschechisches Projekt im Rahmen des Programms Interreg V A „Ahoj sousede - Hallo Nachbar“ der Europäischen Union, gefördert durch den Fonds für regionale Entwicklung.

 

Mit freundlicher Unterstützung durch
Ansprechpartner

Umweltzentrum Dresden e.V.
Schützengasse 16-18
01067 Dresden

Birgit Pätzold, Bettina Bauer – Projektorganisation

Tel.: 0351 4 94 35 03
Fax.: 0351 4 94 34 40

E-Mail: bettina.bauer@uzdresden.de

Projektpartner

Asociace Tom: http://www.a-tom.cz/
Erzgebirgsverein: http://www.erzgebirgsverein.de/
Haus Domino, Soziale Projekte Zittau e.V.:http://www.domino-camp.de/k_1/index_1.htm